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Deutsche Bahn pünktlich wie lange nicht.

Die Pünktlichkeit der DB Fernzüge nahm 2016 auf fast 80 Prozent zu.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten der Bahn. Nach Auswertung der konzerninternen Pünktlichkeitsstatistik ist der Deutschen Bahn regelrecht zum Feiern zumute. Knapp 80 Prozent aller Fernzüge, die im Jahr 2016 auf die Strecke gingen, waren am Ende pünktlich.

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Pünktlichkeit

Geplant hatten die Manager der Deutschen Bahn, daß mindestens 80 Prozent aller Fernzüge den Fahrplan einhalten. Am Ende waren es 79 Prozent. So viele ICE und IC waren seit dem Jahr 2012 nicht mehr pünktlich auf Deutschlands Schienen unterwegs. Im Jahr 2015 schafften das nur 74,4 Prozent aller Fernzüge.

Das ist zunächst ein echter Grund zum Feiern. Betrachtet man jedoch die Bedingungen, unter denen ein Zug als pünktlich eingestuft wird, dann relativiert schon wieder einiges. Als pünktlich gilt ein Zug bei der Deutschen Bahn, wenn er weniger als 6 Minuten verspätet ist. Pünktlich heißt also nicht, wie man vermuten könnte, daß der Zug exakt der Fahrplanvorgaben übers Schienennetz rollt, sondern daß er nur eine geringe Verspätung von unter 6 Minuten hat.
Bei einigen Umsteigeverbindungen können diese 6 Minuten jedoch entscheidend dafür sein, daß man den Anschlußzug nicht mehr erreicht, weil dieser – nach Murphys Gesetz – garantiert pünktlich abfahren wird.

Verbesserungen

Trotzdem darf man anerkennen, daß sich die Bahn gegenüber 2015 deutlich gesteigert hat. Seit den Vernachlässigungen unter Mehdorn, der die Bahn unbedingt börsenreif sparen wollte, ist jede Steigerung der Pünktlichkeitsquote ein echter Gewinn für die Passagiere.

Zuletzt unternahm die Bahn einige Anstrengungen, um die Pünktlichkeit weiter zu steigern und alte Werte wieder zu erreichen, so nicht zuletzt durch eine verbesserte Baustellenplanung und die Anschaffung von neuen Zügen.

Ein ICE der Deustchen Bahn | Foto: Andi_Graf, pixabay.com, CC0 Public Domain

Ein ICE der Deustchen Bahn | Foto: Andi_Graf, pixabay.com, CC0 Public Domain

Es bleibt viel zu tun

Trotz allem bleibt festzuhalten, daß es eigentlich traurig ist, daß die Tatsache, daß die Deutsche Bahn eine Pünktlichkeitsrate von knapp 80 Prozent erreicht hat, überhaupt eine Meldung wert ist. Zum einen sind 80 Prozent noch lange nicht 100. Zum anderen sprechen wir hier nur vom Fernverkehr, im Nahverkehr , der zugegebenermaßen hauptsächlich in der Verantwortung der Länder liegt, sieht die Lage gleich nochmal ein wenig anders aus.
Und zum Weiteren sollte die Pünktlichkeit der Züge eigentlich die DNS eines Verkehrsunternehmens sein. 100 Prozent Pünktlichkeit sollte deshalb die Grundannahme sein. Nur, wenn dann mal der ein oder andere Zug nicht exakt zur im Fahrplan angegeben Zeit im Bahnhof eintrifft (nicht ± 6 Minuten), sollte man zu diesem Thema überhaupt irgendwas in den Medien zu lesen bekommen.

Davon ist die Deutsche Bahn noch weit entfernt. Es bleibt also noch viel zu tun.


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