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Backpacker bekommen Steuern zurück.

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Warst du in Australien als Backpacker unterwegs? Dann bekommst du vielleicht Geld zurück.

Viele zukünftige Studenten legen nach dem Abi gern mal eine Pause ein und verbringen eine gewisse Zeit im Ausland. Auch Studenten, die ihr Studium schon fertig haben und frisch gebackene Facharbeiter wissen die Auszeit zwischen Ausbildung und Arbeitsleben sehr zu schätzen.

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Die selbst gewählte Auszeit kann nur ein paar Wochen dauern, und so eher einem Urlaub ähneln, sie kann aber auch mehrere Monate oder auch Jahre betragen. Bei solch einem langen Aufenthalt kann es dazu kommen, dass das Geld von zu hause schneller aufgebraucht ist als die Reiselust anhält. Dann muss man sich unterwegs nach einem Job bzw. einer Einkommensquelle umsehen. Das Stichwort dafür heißt Backpacker.

Backpacker in Australien

Reisen, möglichst weit von zu Hause weg, und unterwegs immer mal wieder für kurz oder lang arbeiten, um so die weitere Reise zu finanzieren, das versteht man unter Backpacking. Work and Travel.

Theoretisch kann sich solch ein freies ungebundenes Leben als Rucksacktourist fast ewig dauern. Wenn da nicht die unterschiedlichen Regeln für das benötigte Visum wären. Backpacker dürfen nämlich nicht einfach so irgendwo unterwegs arbeiten und dabei Geld verdienen. Abhängig vom Land, in das die Reise gehen soll, muss man vor der Reise ein entsprechendes Visum beantragen, das auch zum Arbeiten im Zielland berechtigt.
Erkundige dich unbedingt vor der Reise nach den notwendigen Unterlagen, Anträgen und dem entsprechenden Visa. Die Infos dafür findest bei den Botschaften und Konsulaten der jeweiligen Länder. Versuche auf keinen Fall schwarz zu arbeiten! Wenn das raus kommt, kann es sehr schnell teuer werden, und schneller als gedacht sitzt du entweder im Flugzeug nach Hause oder – wenn es ganz hart kommt – im Knast.

Denke bei der Backpacking-Tour auch immer an den Schutz deiner Gesundheit. Der Abschluss einer entsprechenden Krankenversicherung für das Ausland* ist dabei der wichtigste Punkt, den du beachten solltest.

Backpacker | Foto: Free-Photos, pixabay.com, Pixabay License

Backpacker | Foto: Free-Photos, pixabay.com, Pixabay License

Backpackersteuer in Australien

Seit 2017 mussten Backpacker, die ihre Auszeit in Australien verbringen wollten und dafür das entsprechende Working-Holiday-Visum besaßen, satte 15 Prozent Steuern auf ihre Einkünfte in Australien zahlen. Vor 2017 galt noch eine Freigrenze bis 18.200 australische Dollar, auf die keine Steuern fällig wurden. Diese Neuregelung betraf auch Touristen aus Deutschland.

Das war ein ordentlicher Einschnitt für viele Rucksack Tourist und erzeugte heftiges Murren. Doch es half nichts, wer Work and Travel in Australien wollte, kam um diese Steuern nicht herum.

Einige Backpacker aus Großbritannien wollten sich jedoch nicht damit abfinden und klagten. Ein Bundesgericht in Brisbane hat nun entschieden, dass die Backpacker-Steuer unzulässig ist. Nach Einschätzung des Gerichts dürfen Arbeitskräfte aus Ländern, mit denen ein Steuerabkommen mit Australien besteht, nicht zusätzlich abkassiert werden. Dazu zählen selbstverständlich auch Backpacker. Eine Extrasteuer zu erheben, würde eine „verkappte Form der Diskriminierung auf Grund der Staatsbürgerschaft“ darstellen, so das Gericht.

Das sind gute Nachrichten für alle, die seit 2017 Work and Travel in Australien gemacht haben. Rund 75.000 Ausländer können nach ersten Einschätzungen nun damit rechnen, von der Steuerbehörde Australian Tax Office (ATO) Geld zurück zu bekommen.

Zwar hätte den Backpackern aus aller Welt das Geld logischerweise auf der Reise mehr genutzt, denn da kommt es auf jeden Cent an, doch wer würde sich nicht über eine Rückzahlung freuen.

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"Liebst du dein Kind? So schicke es auf Reisen." (Chinesisches Sprichwort)