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Postbus und Eurolines kooperieren international.

Nachtzüge sollen ersetzt werden.

Die Deutsche Bahn zieht sich aus dem Angebot der europaweiten Nacht-Verbindungen zurück und dünnt das Netz der einst so beliebten Nachtzüge immer weiter aus. Die ehemalige City Night Line CNL AG ist heute nur nur noch Namensspenderin der Marke, unter der die Deutsche Bahn AG die Nachtzüge im Fahrplan listet. Längst ist die CNL AG in der DB Autozug aufgegangen, die wiederum schon im Jahr 2010 mit der DB Fernverkehr AG verschmolzen wurde.

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Vom großen Netz der Nachtzüge sind nur noch Fragmente übriggeblieben. Veraltete Wagentechnik, deren Neuanschaffung viel zu teuer werden würde, und Billigflieger, die für kleines Geld in kurzer Zeit nach Venedig, Wien oder Rom fliegen, haben den Nachtzügen viele Kunden abgenommen.

Nun kommt ein weiterer Konkurrent ins Spiel, der der Bahn bereits im Inland arge Kopfschmerzen bereitet: Der Fernbus.

Kooperation von Postbus und Eurolines

Der Fernbusanbieter Postbus will künftig im europäischen Reiseverkehr kräftig wachsen und zahlreiche Fahrgäste anlocken. Dafür kooperiert Postbus mit dem Unternehmen Deutsche Touring, das seit 1985 Mitglied im Fernbus-Verbund Eurolines ist.

Durch die Verknüpfung der Netze können Fahrgäste von Postbus künftig 16 zusätzliche Ziele im europäischen Ausland erreichen. Für Kunden von Eurolines ergeben sich 200 neue Verbindungen, die ihnen durch diese Kooperation zur Verfügung stehen. Erklärtes Ziel von Postbus ist es, die Lücken, die durch das verkleinerte Angebot der Nachtzüge entstanden sind, wieder zu füllen.

Ganz bewußt setzt Postbus auf die Europaverbindungen. Zum einen herrscht hier längst sich solch ein ruinöser Preiskampf, wie bei den innerdeutschen Fernbuslinien, einige Anbieter mußten bereits wieder aufgeben oder zogen sich freiwillig zurück. Und zum anderen gibt es hier auch noch nicht so viele Konkurrenten. Viele Anbieter scheuen bislang noch die internationalen Langstrecken, weil diese häufig viel komplexer sind. Allerdings hat der Postbus-Konkurrent MeinFernbus/Flixbus ebenfalls angekündigt, in Zukunft mehr europaweite Verbindungen ins Programm nehmen zu wollen.

Entwicklung im Fernbusmarkt

Es bleibt also auch weiterhin spannend auf dem Fernbusmarkt. Nachdem große Teile von Deutschland bereits abgegrast sind, eine weitere Expansion über zusätzliche Verbindungen nur noch schwer möglich ist und die Gewinne aufgrund der niedrigen Ticketreise überschaubar bleiben, ist der nächste Schritt mehr als logisch. Die Expansion mit neuen Linien ins europäische Ausland.

Man kann nur hoffen, daß sich die Anbieter dabei nicht gleich wieder mit Kampfpreisen gegenseitig das Leben schwer machen. Der Fahrgast, der sich zunächst über günstige Preise freut, hat am Ende nichts davon, wenn sich Monopole bilden oder nur noch die gängigen Rennstrecken angeboten werden. Konkurrenz und Vielfalt belebt auch hier das Geschäft und ist verbraucherfreundlicher.

Ein Verlierer steht allerdings schon heute fest: Die Bahn. Sie wird auch weiterhin Kunden an die Fernbusse verlieren.


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