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Dubrovnik stöhnt unter zu vielen Touristen

Beliebtheit der Kroatischen Adria führt zu Problemen.

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Kroatien hat ein Luxusproblem, das viele andere Gegenden gerne hätten: Die Touristen kommen in Massen. Angelockt von der Schönheit des Landes, den langen Stränden, dem sauberen Wasser und dem beständig gutem Wetter. Nicht zuletzt auch bei FKK Anhängern ist Kroatien sehr beliebt. Neben Frankreich ist die Adria eine der Hochburgen der Nackten. Auch wenn die günstigen Preise und Lebenshaltungskosten im Land immer mehr der Vergangenheit angehören, am 01. Juli 2013 wird Kroatien Mitglied der Europäischen Union, lassen sich die Touristen nicht davon abschrecken und fahren weiterhin gern in das Land, das mal ein Teil des Vielvölkerstaates Jugoslawien war.

Doch nun ziehen Wolken auf über Kroatien. Die Stadt Dubrovnik, die in der südlichen Exklave von Kroatien liegt, vom Hauptteil des Landes getrennt durch einen kleinen Küstenabschnitt, der zu Bosnien und Herzegowina gehört, stört sich nun an den vielen Touristen, die die Stadt im Jahr besuchen. Und artikulieren ihren Unmut immer lauter. Die Einheimischen sehen sich durch die Touristen-Massen zurückgedrängt und empfinden die Besucherströme im Sommer als regelrechte Besetzung ihrer Heimatstadt. Vor lauter Besuchern würde man die schönen Häuser gar nicht mehr sehen, so ihre Kritik.

Diese Kritik ist nicht ganz unbegründet. Experten haben ausgerechnet, daß die Altstadt von Dubrovnik, auf deren Besuch kein Kroatien-Besucher verzichten will, mit ihren Ausmaßen rund 7.000 Touristen pro Tag verkraften könne. Im letzten Sommer kamen bis zu 25.000 täglich. Mit dem Elitentourismus, den man eigentlich nach Dubrovnik locken wollte, hat das nichts zu tun. Viele Besucher kommen auch mit den zahlreichen Kreuzfahrtschiffen, die im gerade erst erweiterten Hafen vor Anker gehen. Die Dobrovniker fürchten deshalb um ihre Stadt, die Touristenmassen würden sie langsam sterben lassen.

Wie in vielen anderen Gegenden auch, so z.B. auf Mallorca oder in der Türkei, wird es in der nächsten Zukunft auch in Kroatien und ganz speziell in Dubrovnik darauf ankommen, die Touristenmassen in für beide Seiten annehmbare Form zu kanalisieren. Sonst werden die Touristen genau das zerstören, was sie eigentlich in Kroatien gesucht, gefunden und geliebt haben. Dies zu ändern wird garantiert kein einfaches Unterfangen.

Quelle: SpOn

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Ein Kommentar

  1. Da gibt´s nur eins: Die Preise für Kost und Logis müssen steigen! Ähnlich wie in Saint Tropez und Portofino. Zubringerkosten von den Kreuzfahrtschiffen müssen hochgesetzt werden ebenso wie die Kurtaxe. Anders ist die Flut der Touristen nicht zu bendigen! Aber Gott sei Dank ist das so.

"Liebst du dein Kind? So schicke es auf Reisen." (Chinesisches Sprichwort)
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