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Ferientermine: Länder wollen Sommerferien entzerren

Schulferien sollen künftig von Mitte Juni bis Mitte September möglich sein.

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Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer wollen die Sommerferientermine in Deutschland entzerren. In der Zukunft sollen Sommerferien von Mitte Juni bis Mitte September möglich sein. Noch gilt die „Langfristige Ferienordnung von 2011 bis 2017“. Für die Ferienordnung 2018 bis 2024 sollen dann die neuen Termine gelten.

Bevor jetzt alle Schüler jubeln, sei darauf hingewiesen, daß sich an der Länge der Sommerferien nichts ändern wird. Nur der Termin, wann in den einzelnen Bundesländern die jeweiligen Sommerferien stattfinden, soll flexibler werden. Wie bisher sollen die Sommerferien 6 Wochen betragen und wie bisher sollen sich die Bundesländer abwechseln mit dem Beginn der Schulferien. Nur das künftig dafür ein Zeitkorridor von 90 Tagen zur Verfügung steht. Bisher waren es normal 83 Tage, Ausnahmen wegen Ostern und Pfingsten konnten den Korridor schon mal auf 71 Tage beschränken.

Für einige Bundesländer bedeutet das in Zukunft, daß die Ferien viel eher starten als bisher. Wie dabei auch weiterhin die vollständige Vermittlung des Lehrstoffes gewährleistet sein soll, dazu haben sich die Länder noch nicht ausgelassen. Es steht aber zu befürchten, daß der Flickenteppich Bildung dadurch wohl noch etwas löchriger wird als er sowieso schon ist.

Die Tourismusbranche erhofft sich durch die Entzerrung der Ferientermine höhere Umsätze. Für Anbieter von Urlaub in Deutschland könnte sich diese Vorfreude aber schnell als Trugschluß erweisen, denn nicht immer ist das Wetter Mitte Juni dementsprechend. Für ein Bad in Nord- und Ostsee wird ebenfalls noch zu früh sein. Deshalb werden wohl vor allem Anbieter von Warmwassser-Reisen in die Mittelmeerregion und Fernreiseanbieter von den neuen Ferienterminen profitieren.

Für die Familien dürfte der neue Zeitkorridor bei den Sommerferien etwas Entlastung bei der Buchung des Urlaubs bringen. Der Run auf die besten Plätze wird dadurch sicherlich entschärft. Und auch die Preise dürften etwas nachgeben. Wer statt vom Heimatflughafen von einem Airport im Nachbarbundesland, in dem noch keine Ferien oder diese schon vorbei sind, in den Urlaub fliegt, spart schon heute einige Euros. In Zukunft dürfte diese Ersparnis wohl noch etwas deutlicher werden.

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