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Wie sicher ist fliegen noch?

Die Flugsicherheit nach den jüngsten Vorfällen.

Die Unglücksserie in der Luftfahrt reißt nicht ab. Diesen Eindruck könnte man zumindest bekommen, wenn man sich die letzten Wochen noch einmal betrachtet.

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Zunächst der Flug MH370, der irgendwo und irgendwie auf dem Flugweg von Kuala Lumpur nach Peking verloren ging. Bis heute ist das Schicksal von Malaysia Airlines MH370 und der 239 Menschen an Bord der Boeing 777-200ER ungeklärt. Das Flugzeug bleibt verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Die Gerüchteküche brodelt dementsprechend.

Dann wird über der Ukraine ein Flugzeug abgeschossen. Wieder ausgerechnet eine Maschine der Malaysia Airlines. Flug MH17, ebenfalls eine Boeing 777-200, mit 283 Personen schlägt in der umkämpften Ost-Ukraine auf dem Boden auf und brennt aus. Niemand überlebt diesen Absturz. Die Verantwortung schieben sich die Ukraine und die Separatisten in der Ostukraine gegenseitig zu. Rußland, die USA und das westliche Europa kochen ebenfalls ihr Süppchen in dieser Region und versuchen aus MH17 jeweils ihren propagandistischen Vorteil zu ziehen.

Am Mittwoch dieser Woche legte dann eine ATR72 der taiwanesischen Fluggesellschaft Transasia beim Landeanflug auf die Insel Penghu eine Bruchlandung hin. 46 der 58 Insassen wurden dabei getötet. Und am Donnerstag  stürzt eine MD83 der Air Algérie über Mali ab. 116 Menschen kommen dabei ums Leben. Bei fast allen dieser Unglücke waren auch deutsche Passagiere an Bord.

Wie sicher ist die Luftfahrt?

Aufgrund dieser Ereignisse stellen viele Menschen nun die Frage nach der Sicherheit der Luftfahrt. Dabei lassen sie sich jedoch von der unnatürlichen Häufung von Vorkommnissen in den letzten Wochen blenden. Rein statistisch gesehen, ist Fliegen immer noch die sicherste Art, sich fortzubewegen. In der zivilen Luftfahrt kamen in 2013 insgesamt 251 Menschen ums Leben. Das ist der niedrigste Stand seit langer Zeit. 2012 lag dieser Wert noch bei 496 Todesopfern. Mathematisch betrachtet, müßte eine Passagier deshalb rund 6.500 Jahre lang jeden Tag fliegen, um einmal in einen tödlichen Absturz verwickelt zu sein.

Die Häufung von Opfern im Jahr 2014 läßt keinen Rückschluß auf eine erhöhte Gefahr in der Luftfahrt zu. Solche statistischen Ausreißer gibt es leider immer mal wieder. Der allgemeine Trend zu immer weniger Opfern bei gleichzeitig ansteigendem Flugaufkommen ist ungebrochen. Und so hart dies auch für die Betroffenen und deren Angehörigen klingt, jedes Unglück und dessen Aufklärung hat die Luftfahrt insgesamt immer sicherer gemacht.

Nur eines sollten die Airlines in Zukunft noch besser machen. Krisengebiete, wie die Ukraine, Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan und unsichere Gebiete in Afrika, sollten besser weiträumig umflogen werden. Auch wenn das zusätzlichen Treibstoff kosten sollte. Die Passagiere werden sicherlich gern bereit sein, für diese Mehrkosten zu zahlen.
Auch die europäische Luftraumüberwachung muß die Airlines schneller und gezielter über Gefahrenzonen informieren und in engerer Zusammenarbeit mit den Ländern solche Regionen zu Flugverbotszonen erklären.

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