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Was durchreisende Autofahrer jetzt in Tirol beachten müssen.

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Tirol sperrt Ausweichrouten abseits der Autobahnen für den Durchgangsverkehr. So kommst du an dein Ziel.

Die Durchgangsautobahnen durch Österreich und die Schweiz werden in den Sommermonaten regelmäßig zum Geduldsspiel für alle Auto- und Brummi-Fahrer. Stau und stockender Verkehr so weit man schaut. Das Verkehrsaufkommen ist einfach viel zu hoch, und in den paar Wochen im Sommer, in denen der Norden immer geballt in südlichere Regionen zum Urlaub aufbricht, geht meist nichts mehr.

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Nicht wenige Autofahrer kommen deshalb immer wieder auf die glorreiche Idee, die Autobahn zu verlassen und die Weiterreise auf Ausweichrouten über die Dörfer zu versuchen. Besonders wenn die Sonne brennt und der Stau einfach kein Ende will, ist die Versuchung offenbar besonders groß. Darunter leiden jedoch schon seit Jahren eben jene kleine Ortschaften, durch die sich der ganze Ausweichverkehr dann quält.

Tirol macht Ausweichstrecken dicht

Der Region Tirol reicht es nun. Erstmals in diesem Jahr werden seit Donnerstag, den 20. Juni deshalb bekannte Ausweichrouten auf der Fahrt nach Italien für den Durchgangsverkehr gesperrt. Es lohnt sich also nicht mehr für Autofahrer die Autobahnen zu verlassen, um so Stau und Maut zu vermeiden. Sie werden aufgrund der Streckensperrungen dann nicht an ihr Ziel gelangen.

Wo gilt das Verbot?

Im Großraum Innsbruck sind nun alle Autobahn-Ausfahrten für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Außerdem sind folgende Abfahrten gesperrt:

  • Autobahn A12: alle Ausfahrten zwischen Hall und Zirl
  • Brenner-Autobahn A13: Ausfahrten Patsch und Gries
  • die Brenner-Bundesstraße ist vom Verbot nicht betroffen
Autobahn in Tirol | Foto: tibi54, pixabay.com, Pixabay License

Autobahn in Tirol | Foto: tibi54, pixabay.com, Pixabay License

Wann gilt das Verbot?

Jeweils von Samstag früh 7 Uhr bis Sonntag 19 Uhr gilt das Verbot des Verlassens der Autobahn für den Durchgangsverkehr. Bis Mitte September soll diese Maßnahmen nun an allen Wochenenden in Tirol gelten.

Für wen gilt das Verbot?

Von dem Verbot sind  alle PKW, LKW und Motorräder betroffen. Sie dürfen an den Wochenenden im Durchgangsverkehr keine Landstraßen benutzen.
Reisende mit einem Ziel in Tirol, wie Innsbruck oder die umliegenden Dörfer können natürlich weiterhin jederzeit von der Autobahn abfahren.

Das sollte jeder jetzt beachten

Jeder, der in diesem Sommer eine Autofahrt von Deutschland nach Italien plant, wird wahrscheinlich auf seiner Fahrt die berühmt-berüchtigten Autobahnen in Österreich und auch in der Region Tirol benutzen müssen. Dabei kann es immer wieder zu Staus kommen. Besonders bei hohen Temperaturen wird das ganz schnell zu einer regelrechten Plage. Ohne effektive Klimaanlage steigen die Temperaturen im Wageninneren dann in unerträgliche Regionen.

Besonders wenn auch noch Kinder an Bord sind, versuchen viele Autofahrer einen Umweg über die Dörfer zu fahren. Das geht in diesem Jahr nicht mehr. Deshalb sollte man sich gründlich vorbereiten.

Es gibt einige Punkte, die die Fahrt nach Italien erträglicher machen können:

  • Möglichst nicht am Wochenende (besser in der Woche) und schon gar direkt zu Ferienbeginn oder -ende fahren
  • Am besten die Fahrt in die Nachtstunden verlegen
  • Auch bei Stau besser auf der Autobahn bleiben, der Zeitgewinn über Ausweichstrecken ist in der Regel nur gering oder gar nicht vorhanden
  • Immer ausreichend Proviant und vor allem Getränke an Bord haben
  • Keine zu kurzen Fahrtzeiten planen, sonst macht man sich selbst Stress

Auch wenn es wahrscheinlich sehr schwer werden dürfte, den Durchgangsverkehr durch die Dörfer in Tirol wirklich effektiv und flächendeckend zu kontrollieren, sollte jeder das Verbot für den Durchgangsverkehr beachten. Wurde man einmal erwischt, kann es schnell sehr teuer werden. Und auch wenn Politiker in Bayern die Rechtmäßigkeit eines solches Verbots anzweifeln, sollte man sich als Autofahrer niemals auf Verlautbarungen aus Bayern oder von der CSU verlassen. Das durfte man in den letzten Monaten und Wochen immer wieder lernen, am Ende muss immer der Autofahrer selbst zahlen.

Daher gilt die Empfehlung, sich gut auf die Fahrt nach Italien vorzubereiten, die Fahrt möglichst auf die Wochenmitte zu verlegen und das Verbot in Tirol zu beachten.

Vielleicht denkt der ein oder andere auch einmal darüber nach, statt mit dem eigenen PKW zu fahren, die Bahn oder den Fernbus zu benutzen. Das ist auf jeden Fall ökologischer und bewahrt die Tiroler Dörfer vor dem Verkehrskollaps.

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"Liebst du dein Kind? So schicke es auf Reisen." (Chinesisches Sprichwort)