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Ballermann adé – Update

Die Partyzone am Strand von El Arenal soll verschwinden.

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Adé statt olé am Ballermann. Mallorquinische Politiker wollen der Partymeile an der Playa de Palma endgültig den Garaus machen. Die Besäufnisse an den Strandbars, die eigentlich korrekt Balneario und nicht „Ballermann“ heißen, werden in fünf Jahren komplett abgeschafft sein. So die Vorstellungen der Politik.

Der „Ballermann 6“, der vorallem vom Mythos aus billigen Kinofilmen und den sogenannten „Reality-Formaten“ im deutschen Privat-Fernsehen lebt, lockt noch immer jedes Jahr viele Deutsche nach Mallorca. Dabei gehören die extremen Exzesse, wie Sangria aus dem 5-Liter-Eimer saufen, schon längst der Vergangenheit an. Trotzdem ist die komplette Zone um den Balneario Nº 6 noch immer eine ausgesprochene Partyzone mit allen dazugehörigen Erscheinungen, auch den negativen. Betrunkene Gruppen von hauptsächlich deutschen und einigen englischen Jugendlichen ziehen jeden Abend laut grölend und pöbelnd am Playa de Palma auf und ab. Der Alkohol fließt in Strömen.

Diesen Zustand wollen mallorquinische Politiker nicht länger hinnehmen. Bereits in dieser Saison gilt deshalb ein Trinkverbot in der Öffentlichkeit zwischen 22 und 1 Uhr in der Gegend zwischen den Balneario Nº 6 und 5. Das Alkoholverbot gilt bis zum 01. September. Auf das Ausstellen von Strafmandaten durch die Polizei soll zunächst aber noch verzichtet werden. Übersetzer sollen die Polizei begleiten und die Partygänger auf das Verbot aufmerksam machen.

Doch die Politiker gehen noch weiter. Ab dem kommenden Jahr soll ein flächendeckendes Alkoholverbot auf den Straßen der Playa de Palma gelten. Und das 24 Stunden am Tag. Damit sollen die Partytouristen komplett abgeschreckt werden.

Hauptsächlich deutsche Touristen tummeln sich bisher allabendlich in der Region um den „Ballermann 6“, den Bierkönig, das Oberbayern und die „Schinkenstraße“. Diese Klientel will man auf Mallorca nicht mehr haben. In Zukunft sollen die billigen Hotels verschwinden und zahlreiche auf 4 und 5 Sterne-Niveau angehoben werden. Neue Restaurants und Sportangebote sollen ganz andere Touristen anlocken als die bisherigen Billig-Urlauber.

Die deutschen Touristen, die Mallorca mit Ballermann und Saufgelage gleichsetzen, werden sich neue Ziele suchen müssen, an denen sie im Urlaub „mal so richtig die Sau rauslassen“ können. Auf Mallorca will man sie nicht mehr haben. Und das ist auch gut so.

Update (26.07.2013): Offenbar wird auch in Spanien nicht alles so heiß gegessen, wie es vorallem BILD kocht. Nach Information des Tourismus-Politikers von Mallorca wurden die von ihm gemachten Aussagen gerade durch BILD dermaßen entstellt, daß als Botschaft „Ballermann wird dichtgemacht“ übrigblieb. So drastisch ist das aber wohl doch nicht geplant. Niemand will den „Ballermann“ dichtmachen oder die deutschen Pauschaltouristen verscheuchen. Schade eigentlich.
Es gehe vielmehr darum, generell die Qualität des Playa de Palma anzuheben. Die Deutschen sind auch weiterhin gern gesehene Gäste. Nach Bulgarien müsse deshalb niemand ausweichen. Das Saufen allerdings soll in den Discos und Biergärten stattfinden, und nicht mehr unter freiem Himmel.

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