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Ist ein Urlaub in Israel noch sicher?

Der Nahost-Konflikt beeinflußt auch den Tourismus.

Nicht erst seit ein Schiff der AIDA-Flotte, die AIDAdiva von Raketenteilen getroffen wurde, dürfte vielen Touristen klar geworden sein, daß eine Reise nach Israel nicht ganz ungefährlich werden kann. Seit mehreren Wochen beschießen sich die palästinensische Hamas und Israel gegenseitig mit Raketen und Granaten. Der Gazastreifen* ist komplett abgeriegelt und die Zivilbevölkerung leidet unter den Kriegshandlungen, auf beiden Seiten der Demarkationslinie.

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Wie sicher ist eine Reise nach Israel?

Das Auswärtige Amt in Berlin rät von nicht notwendigen Aufenthalten in einem Gebiet rund 40 Kilometer um den Gaza-Streifen ab, so weit reichen vermutlich die Raketen der Hamas. Das betrifft auch den beliebten Kreuzfahrthafen Ashdod.

Die meisten Israel-Touristen sind jedoch nicht in der Nähe des Gaza-Streifens untergebracht. Deshalb sind Reiseexperten der Meinung, daß Touristen nicht unmittelbar gefährdet sind. Wer genügend Vorsicht walten läßt und als Pauschaltourist reist, für den sollte ein Israel-Aufenthalt kein Problem darstellen. Individualreisende sollten aber tunlichst die Gegend um den Gaza-Streifen meiden.

Auch die israelischen Behörden sehen die Sicherheit der Urlauber nicht in Gefahr. Israel würde schließlich über die höchsten Sicherheitsstandards verfügen und die Touristen immer über die aktuelle Lage informieren. Alle Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sind geöffnet und die Hotels und Strände viel leerer als sonst.

Sicherheitsmaßnahmen

Touristen, die bereits vor Ort in Israel sind, sollten sehr aufmerksam die aktuellen Nachrichten in den Medien und im Internet verfolgen. Sie sollten sich nicht in der Nähe des Gaza-Streifens und der Grenzen zu Ägypten, Syrien und dem Libanon aufhalten. Vor Ort sollte man sich unbedingt über die Lage der Schutzräume und Luftschutzbunker und über das richtige Verhalten im Falle eines Raketenangriffs informieren. Außerdem sollte man sich beim Auswärtigen Amt für die Dauer des Aufenthaltes in Israel registrieren.

Wie reagieren die Reiseunternehmen?

Auch wenn der Luftraum für zivile Flüge derzeit beschränkt ist, fliegt die Airline El Al ganz normal und planmäßig von Deutschland nach Israel. Lufthansa fliegt ebenfalls planmäßig. Je nach Sicherheitslage verschiebt sich jedoch der abendliche Flug nach Tel Aviv um ein paar Stunden nach hinten, damit die Crew nicht in Tel Aviv übernachten muß.

Die Reedereien reagieren unterschiedlich. Während AIDA, Costa und MSC bis auf weiteres keinen israelischen Hafen mehr anlaufen, will TUI die Lage beobachten und dann kurzfristig entscheiden. Bei anderen Reedereien stehen derzeit keine Fahrten von Kreuzfahrtschiffen in diese Region an, so daß eine Entscheidung erst später getroffen werden kann.

Studiosus hat als einer der ersten alle Reisen nach Israel abgesagt. Dies gilt bis zum 10. August. Die Reiseveranstalter Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen haben alle Israel-Rundreisen mit Abreise bis einschließlich 31. Juli abgesagt. TUI sagt alle Rundreisen bis Ende Juli ab.
All diese Veranstalter bieten ihren Kunden, die für die genannten Zeiträume eine Israel-Reise gebucht haben, eine kostenlose Umbuchung in andere Urlaubsgebiete an. Eine Stornierung aufgrund der politischen Lage ist in der Regel aber nicht möglich.

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"Liebst du dein Kind? So schicke es auf Reisen." (Chinesisches Sprichwort)