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Streik bei Germanwings

Pilotenstreik bei Germanwings am Donnerstag und Freitag.

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Freitag, der 13. wirft bereits seine Schatten voraus. Für alle Germanwings Passagiere heißt es nämlich nichts geht mehr. Und auch am Donnerstag wird keine Maschine der Lufthansa-Tochter abheben.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat alle ihre Mitglieder bei Germanwings aufgerufen, am morgigen Donnerstag und am Freitag die Arbeit niederzulegen. Ganztägig sollen alle Abflüge der Lufthansa-Tochterairline in ganz Deutschland bestreikt werden.

Das wird eine große Anzahl von Passagieren treffen, hat die Lufthansa in den letzten Jahren doch sukzessive all ihre innerdeutschen und europäischen Flüge auf Germanwings ausgelagert. Dieser Streik wird deshalb den Passagieren noch mehr schaden, als ein Streik beim Mutterkonzern Lufthansa.

Lufthansa will an diesem Mittwoch bekanntgeben, welche Auswirkungen durch den Streik zu erwarten sind. Natürlich wird man alles versuchen, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Doch das wird kaum gelingen, wickelt Germanwings doch einen Großteil des Verkehrs ab.

Lufthansa Maschine im Retro-Look

Lufthansa Maschine im Retro-Look

Endloser Streik

Die Vereinigung Cockpit hat den Lufthansa-Konzern in den letzten Monaten immer wieder bestreikt. Allein in 2014 waren es ganze 10 Arbeitskampfmaßnahmen, die nach Lufthansa-Angaben einen Schaden von rund 200 Millionen Euro angerichtet haben.
Trotzdem kommt man zu keiner Einigung. Die Pilotengewerkschaft hatte Lufthansa Ende des vergangenen Jahres aufgefordert, eine nachhaltige Befriedung des Tarifkonfliktes herbeizuführen, auch mittels ein Gesamtschlichtung. Doch Lufthansa schaltet weiterhin auf stur und beharrt weiterhin auf einer deutlich schlechteren Übergangsversorgung für Piloten, die aus dem Dienst ausscheiden. Eine Einigung scheint in weiter Ferne.

Ausweichen auf andere Verkehrsträger

Ausbaden müssen das die Passagiere. Germanwings wird allein am Donnerstag 158 Flüge streichen. Auf ihrer Homepage veröffentlicht sie eine Liste der stornierten Flüge. Germanwings will zwar mehr als 60 Prozent aller Flüge durchführen und 80 Prozent der gebuchten Passagiere durchführen, dafür sollen sogar Maschinen der Schwesterairline Eurowings eingesetzt werden, trotzdem wird es zu vielfachen Flugausfällen und Verspätungen kommen. Sollte der Flug gestrichen werden, bietet Germanwings den betroffenen Passagieren die Möglichkeit der nachträglichen kostenlosen Umbuchung oder Stornierung.

Wer nicht unbedingt verreisen muß, sollte deshalb seine Flugpläne verschieben. Allen anderen bleibt nur ein Ausweichen auf Bus, Bahn, andere Airlines oder den PKW. Gerade am Freitag, im Wochenendreiseverkehr wird die zusätzliche Auslastung bei der Bahn aber klar absehbar zu völlig überfüllten Zügen und Fernbussen führen.

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