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Bremer Flughafen geschlossen

Der City Airport Bremen bleibt wegen Erneuerung der Startbahn eine Woche geschlossen.

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Vom 06. bis 11. August 2012 bleibt der Flughafen Bremen temporär geschlossen. So trocken liest sich die Meldung auf der Homepage des Flughafens des kleinen Stadtstaates. Für die Reisenden und Gewerbetreibenden bedeutet das Einschränkungen, Umständlichkeiten und Einnahmeverluste.

Eine Woche lang bewegt sich nichts am Airport Bremen. In den Terminals herrscht gähnende Leere. Wo sonst einigermaßen Trubel herrscht, sind nur wenige Menschen unterwegs. Bremen, zwar einer der ältesten Flughäfen Deutschlands, ist nicht das große Drehkreuz, obwohl im Sommer doch schon reger Verkehr zu verzeichnen ist. Da die Start- und Landebahn nun komplett geschlossen ist, finden in dieser Woche, mitten in den Sommerferien auch keinerlei Flugbewegungen statt. Außer ein paar Bauarbeitern, die in 6 Tagen die Erneuerung der 22 Jahre alten Bahn schaffen müssen, sind nur noch falsch informierte Reisende unterwegs. Offenbar haben einige Reiseveranstalter trotz der lange vorher bekannten Schließung Flüge von Bremen verkauft. Viele dieser Reisenden sind nun stinksauer, hatten sie doch teilweise extra mehr bezahlt, um bequem von Bremen, dem Flughafen der kurze Wege, abfliegen zu können. Jetzt müssen sie einen Bustransfer nach Hannover, Hamburg oder Münster akzeptieren, um überhaupt in den wohlverdienten Urlaub zu kommen. Die Schadenersatzansprüche werden wohl direkt nach der Rückkehr beim Reiseveranstalter geltend gemacht werden.

Airport Bremen

Ein Flugzeug der OLT auf dem City Airport Bremen

Aber nicht nur Reisende haben unter der Schließung zu leiden, auch die Gewerbetreibenden sind alles andere als zufrieden. Betreiber von Bäckereien, Kiosken, Restaurants, Autovermietungen, Hotels, Reisebüros und Friseurläden bekommen das Ausbleiben der Flugpassagiere voll zu spüren. Ein Besitzer einer Kaffeebar berichtet von Umsatzrückgängen bis zu 90 Prozent. Ihnen bleibt nur die Hoffnung, daß ab dem 12. August wieder alles normal läuft und die entgangenen Einnahmen irgendwie ausgeglichen werden können. Eine Verzögerung der Bauarbeiten an der Start- und Landebahn, wovon derzeit niemand ausgeht, wäre ein Fiasko.

Die Landebahn mußte dringend erneuert werden. Die letzten echten Sanierungsarbeiten liegen 22 Jahre zurück. Danach wurde mehr oder weniger geflickt. Die Bahn war deshalb etwas holprig geworden. Zur Erhaltung der Sicherheit muß nun wieder richtig saniert werden. Dafür wird die Bahn auf 2.034 m komplett erneuert. 60.000 Tonnen Material werden verbaut. Gleichzeit wird auch die Beleuchtung der Bahn ausgetauscht. Die Gesamtbaukosten werden sich auf rund 5,6 Mio. EUR belaufen.

Rund 39.000 Passagiere und 450 Flugbewegungen werden davon beeinflußt. Die Geschäftsführung des Airports verteidigt aber trotzdem den Zeitpunkt der Maßnahmen. Die Baumaßnahmen erfordern gewisse Wetterbedingungen. Deshalb konnte die Sanierung nicht im verkehrsarmen Winter stattfinden. Auch eine schrittweise Erneuerung während der Nachtstunden, so wie es der Airprot Frankfurt gemacht hat, kam aufgrund erhöhter Kosten nicht in Frage. Rund 1,5 Mio. EUR mehr hätten solch gestaffelte Baumaßnahmen gekostet. Zu viel für den kleinen Flughafen.

So müssen die Airlines, wie Ryanair, Lufthansa, germanwings, OLT und AirBerlin, und die Fluggäste die 96 Betriebsstunden lang Schließung über sich ergehen lassen. Ab kommenden Sonntag, 6 Uhr soll dann alles wieder wie gewohnt funktionieren.

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