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Kein kostenloser Snack mehr bei Air Berlin und Condor

Künftig müssen Passagiere von Air Berlin und Condor für Essen und Getränke zahlen. Freigetränke und kostenlose Verpflegung fallen weg.

Manchmal hat man das Gefühl, daß die Manager der etablierten Linien- und auch Charter-Fluggesellschaften alles unternehmen, um auch noch den letzten Fluggast weg vom eigenen Unternehmen und hin zu Billigfliegern zu scheuchen. Ganz so einfach ist das natürlich nicht, und doch wird man dies Gefühl nicht los, wenn man sich die neuesten Beschlüsse bei Air Berlin und Condor vor Augen hält.

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Service an Bord

Was unterscheidet einen Billigflieger von Ferienfliegern, wie Air Berlin und Condor das in der Wahrnehmung der Passagiere sind, die einmal im Jahr mit dem Flugzeug unterwegs sind? Es ist vor allem der Service der Bord, der mit dem Ticket mitgekauft wird. Ein kostenloses Bordprogramm, und sei es nur vom Monitor im Mittelgang, und die ebenso kostenlose Verpflegung haben dabei einen extrem hohen Stellenwert. Auch wenn es schon lange nur noch ein pappiges Sandwich und ein einzelnes Freigetränk an Bord der Charterflieger gibt.

Große Essenstabletts mit mehreren warmen und kalten Menübestandteilen und alkoholfreie Freigetränke soviel, wie man möchte, gibt ja schon länger nicht mehr. Vor einigen Jahren gehörte dies ja noch zum festen Ritual eines jeden Urlaubsfluges. Kaum war die Reiseflughöhe erreicht, orderten die ersten Passagiere einen Prosecco, stießen auf den bevorstehenden Urlaub an und warteten dann schon leicht angeheitert auf die obligatorische Verpflegung. Essen über den Wolken war ein fester Bestandteil.

Mit dem Aufkommen der Billigflieger war es damit vorbei. Alle Airlines versuchen zu sparen und da ist die kostenlose Verpflegung das erste Opfer jedes Streichkonzerts der Chefetage. Immer kleiner wurden die Tabletts und die Getränkeauswahl. Zuletzt gab es auf Europaflügen, und das auch nur noch für Charterpassagiere, ein liebloses, in Folie gewickeltes Sandwich und ein Freigetränk. Und auch damit ist es bald vorbei.

Air Berlin und Condor

Auf Europaflügen wird es an Bord der Maschinen von Condor und Air Berlin künftig gar keine kostenlose Verpflegung mehr geben. Auf Kurz- und Mittelstrecken werden Speisen und Getränke nur noch gegen Geld abgegeben.

„Buy-on-Bord“ ist dafür bei Air Berlin das passende Schlagwort. Noch in diesem Jahr soll das neue Konzept in der Economy Class bei Air Berlin eingeführt werden.
Condor ändert ab November seinen Service an Bord. Bis dahin gibt es noch Wasser, Kaffee und Tee kostenlos für die Passagiere. Danach muß man dafür zahlen.

Business Class

Air Berlin plant darüber hinaus die Einführung einer Business Class auf Flügen innerhalb Europas. Nach dem Vorbild von Lufthansa sollen dabei auf Kurz- und Mittelstrecken in der ersten Reihen die Mittelsitze frei und diese Reihen den Business Passagieren vorbehalten bleiben. Dazu kommen das bevorzugte Einchecken, mehr Freigepäck, schnelles Boarding und – natürlich – freie Getränke und Speisen.

Airbus Flugzeug der Air Berlin

Airbus Flugzeug der Air Berlin

Das wird natürlich für einigen Unmut bei den Passagieren sorgen, wenn es künftig im Vorderteil der Maschine weiterhin kostenlose Verpflegung gibt und die Ferienpassagiere hinten dafür zahlen sollen.

Fazit

Die Idee, die bei Condor und Air Berlin hinter dieser Entscheidung steckt ist klar. Man will mehr Geld verdienen. Doch ob das Konzept aufgeht, darauf darf man gespannt sein. Gerade Urlauber, die eine Pauschalreise gebucht haben, werden kaum für die Verpflegung an Bord zahlen wollen. Zumal sie es aus der Vergangenheit anders gewohnt sind.

Außerdem verlieren Air Berlin und Condor damit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu den Billigfliegern, wie Ryanair und Easyjet. Wenn man auch bei den Ferienfliegern für Essen und Trinken bezahlen muß, dann kann man auch gleich einen Billigflieger buchen. Das wird sicherlich die Überlegung nicht weniger Passagiere sein. Solange die Tickets bei Air Berlin und Condor auch noch viel teurer sind als bei Ryanair, Easyjet und Co. wird sich dieser Trend verstärken.

Die beiden Ferienflieger sind also gut beraten, die Ticketpreise nach der Einführung der neuen Serviceregeln bemerkbar zu senken. Doch das widerstrebt dem eigentlichen Ziel, pro Flug mehr Profit zu machen. Und damit beginnt sich das Karussell erneut zu drehen.


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