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Fluggastrechte: Bulgaria Air entgeht nur knapp einer Flugzeugpfändung

Wegen unbezahlter Passagierentschädigungen wäre Bulgaria Air fast ein Flugzeug gepfändet worden.

Da staunte die bulgarische Nationalairline Bulgaria Air nicht schlecht, als jüngst ein Gerichtsvollzieher androhte, auf dem Flughafen Wien aufzutauchen und eine der Maschinen zu pfänden. Kleinlaut gab Bulgaria Air daraufhin nach und zahlte die fälligen Passagierentschädigung in Höhe von 500 EUR(!).

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Was war passiert?

Wie so viele andere Fluggesellschaften, versuchte auch Bulgaria Air sich um die fälligen Passagierentschädigungen zu mogeln. Fast 2 Jahre lang enthielt die Fluggesellschaft zwei weiblichen Passagieren die ihnen zustehende Entschädigung in Höhe von 500 Euro vor. Die Zahlung wurde fällig, weil Bulgaria den beiden Frauen das Boarding verweigerte.

Die Passagierinnen wollten im Jahr 2015 von Sofia aus in die österreichische Hauptstadt Wien fliegen und buchten dafür ein Ticket bei Bulgaria Air. Soweit alles normal. Am Flughafen in Sofia jedoch angekommen, verweigerte Bulgaria den beiden das Boarding mit dem Hinweis, die Maschine sei überbucht.

Auch das ist leider ein ganz normaler Vorgang. Viele Airlines überbuchen ihre Flüge, um so die Auslastung zu steigern. Kommen jedoch einmal alle Passagiere zum gebuchten Flug, müssen  zwangsläufig einige von ihnen zurückbleiben. In diesem Fall steht den zurückgelassenen Passagieren jedoch eine finanzielle Entschädigung zu. Seit 2005 gibt es dazu exakte Richtlinien der EU, die alle Fluglinien einhalten müssen, wenn sie an europäischen Airports operieren.

Fluggastentschädigung

In diesem Fall der Überbuchung steht den beiden Frauen deshalb die Erstattung der Tickets und zusätzlich eine Entschädigung von jeweils 250 Euro zu. Das ist eindeutig. Doch Bulgaria Air ignorierte die fällige Zahlung und schickte den beiden stattdessen ein Formular für verlorenes Gepäck.

Dieses Vorgehen ist weniger Versehen als Vorsatz. Viele Airlines versuchen sich um die Fluggastentschädigungen herumzumogeln, indem sie den Passagieren entweder falsche Informationen geben oder schlicht die Zahlung verweigern. Als einzelner Passagier steht man dabei auf ziemlich verlorenem Posten.

Doch es gibt es mittlerweile professionelle Hilfe für die Betroffenen. Spezielle Agenturen kümmern sich im Auftrag der Passagiere um die Durchsetzung ihrer Rechte. Auch die beiden Passagierinnen wandten sich an ein solches Fluggastrechteportal*. Die Agentur prüfte zunächst die Ansprüche der beiden und nahm den Kontakt mit Bulgaria Air auf. Dabei erledigte die Agentur den kompletten Papierkram.

Airport Wien Schwechat | Foto: Fotoworkshop4You, pixabay.com, CC0 Public Domain

Airport Wien Schwechat | Foto: Fotoworkshop4You, pixabay.com, CC0 Public Domain

Als es nach zwei Jahren immer noch nicht gelungen war, die fällige Entschädigung von 500 Euro einzutreiben, setzte die Agentur einen Gerichtsvollzieher auf Bulgaria Air an. Mit Erfolg, wie der Vorgang am Flughafen Wien beweist. Bevor tatsächlich ein Flugzeug an Kette gelegt wurde, überwies die Airline schnell die 500 Euro an die beiden Frauen. Fall gelöst.

Wenn auch du Probleme hast, deine Ansprüche gegen eine Fluggesellschaft durchzusetzen, dann wende dich einfach an ein Fluggastrechteportal wie claimflights. Die prüfen deine Ansprüche und setzen sie in deinem Namen gegen die Airline durch. Und bezahlen brauchst du für diesen Service nur im Erfolgsfall.


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