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Ist Air Berlin vorerst gerettet?

Lufthansa übernimmt einen Teil der Verbindungen und Flugzeuge.

Ausgerechnet Erzrivale Lufthansa könnte jetzt zum Retter der schwer angeschlagenen Air Berlin werden. Wenn die Pläne so umgesetzt werden, wie sie jüngst verlautbart wurden, dann könnte die Kranich Airline zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Air Berlin, immer hin noch die zweitgrößte Airline am deutschen Himmel, ist keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr und die aufstrebenden Rivalen Ryanair und Easyjet werden in ihrem Expansionsdrang gehindert.

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Rettung für Air Berlin

Spekuliert wurde in der Luftfahrtbranche schon lange darüber, doch wirklich vorstellen konnte es niemand, betrachtete doch Air Berlin die Lufthansa als eine Art Erzrivalen. Jetzt wird genau dieser Erzrivale zum Ritter auf dem weißen Roß und rettet die Air Berlin vor dem finanziellen Absturz. Ende September soll der Aufsichtsrat darüber endgültig entscheiden.

Die Pläne sehen im Einzelnen so aus:

Lufthansa

  • Lufthansa übernimmt zum Winterflugplan 40 Flugzeuge von Air Berlin
  • auch die Besatzungen dieser Maschinen werden im „Wet Lease“ übernommen
  • das betrifft alle Verbindungen, die nicht über die beiden Air Berlin-Drehkreuze Berlin und Düsseldorf gehen
  • Lufthansa integriert diese Verbindungen in ihre Billigairline Eurowings
  • das finanzielle Risiko für diese Flüge liegt komplett bei Eurowings
  • die Expansionspläne von Ryanair und Easyjet, die sofort in die Presche springen würden, wenn Air Berlin vom Markt verschwinden würde, wären so vorerst eingedämmt

Air Berlin

  • bei Air Berlin verbleiben rund 100 Flugzeuge
  • damit ist die Flotte rund 30 Prozent kleiner als vorher
  • Air Berlin konzentriert sich ab kommenden Winterflugplan auf Berlin und Düsseldorf
Flugzeuge von Air Berlin und Lufthansa

Flugzeuge von Air Berlin und Lufthansa

Etihad

Natürlich kommt bei diesem Deal der Airline Etihad Airways, die mit 29,2 Prozent der Anteile größter Einzelaktionär ist, eine besondere Bedeutung bei. Bisher versuchte Etihad über die Zusammenarbeit mit Air Berlin einen Fuß in den europäischen Flugverkehr zu bekommen. Die Codeshare-Flüge waren jedoch umstritten und durften nur durch Sondergenehmigungen überhaupt durchgeführt werden.

Etihad hat in den vergangenen Jahren über 1 Milliarde Euro in Air Berlin investiert und hat verständlicherweise Angst davor, daß dieses Geld verloren gehen könnte, wenn Air Berlin in die Pleite rutscht. Deshalb ist besonders Etihad an einem erfolgreichen Deal mit Lufthansa gelegen.

Fazit

Was viele Beobachter vor einiger Zeit noch nicht für möglich gehalten haben, könnte sich nun zu einer Win-Win-Win-Situation entwickeln. Air Berlin würde zwar etwas gerupft, aber überleben. Etihad würde sein Investment sichern. Und Lufthansa könnte auf einen Schlag drei Konkurrenten in die Schranken weisen.


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