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Istanbul und die Folgen für den Tourismus.

Der Terroranschlag trifft die Tourismusindustrie ins Mark.

Heute morgen sprengte sich ein Attentäter im Zentrum der touristischen Hotspots von Istanbul in die Luft. Dabei riß er mindestens 10 Menschen mit in den Tod, darunter nach derzeitigen Stand auch 8 deutsche Staatsbürger. Weitere zahlreiche Verletzte werden in umliegenden Krankenhäuser behandelt.

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Reisehinweis

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für die Türkei umgehend an die neue Lage angepaßt und warnt nun alle Touristen davor, sich in größeren Menschenmengen aufzuhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß weitere Anschläge geplant sind und auch zur Ausführung kommen.

Der seit 2001 andauernde Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat bisher keine Fürchte getragen. Eher im Gegenteil, hat er doch die Lage im Mittleren Osten und anderen Regionen geradezu verschärft.

Tourismus schwer getroffen

So zynisch es auch angesichts der Opfer klingt, die es in den letzten Jahren zu beklagen gab, es wird langsam echt schwierig noch ein geeignetes Urlaubsland zu finden, das zumindest ein gewisses Level an Sicherheit vor terroristischen Aktivitäten bieten kann.

Tunesien, Ägypten, Türkei, Frankreich – diese Liste läßt sich noch weiter verlängern. In all diesen Ländern gab es in der jüngeren Vergangenheit Terrorakte zu beklagen, die vornehmlich einfache, nicht militärische Personen als Ziel hatten. Die Terroristen wollten gezielt die Allgemeinheit treffen und für Unsicherheit und Verwirrung sorgen. Das ist ihnen definitiv gelungen.

Die Tourismusbranche in diesen Ländern hat nun unter dem Schwund der Touristen zu leiden. Manche Länder, die ausgesprochen abhängig vom Tourismus sind, wie bspw. Tunesien und Ägypten, werden sich davon auf absehbare Zeit wohl nicht mehr erholen.

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Reiseveranstalter bieten kostenlose Umbuchung an

Nach den heutigen Vorkommnissen in Istanbul haben deutsche Reiseveranstalter nun reagiert. Die meisten bieten jetzt für ihre Kunden, die eine Reise nach Istanbul gebucht haben, kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten an.

TUI ermöglicht alle Urlaubern, die bis zum 18 Januar eine Reise nach Istanbul gebucht haben, kostenlos auf ein anderes Ziel umzubuchen.

Thomas Cook bietet sowohl kostenfreies Umbuchen als auch die Stornierung für Reisen nach Istanbul (die bis 22.01.2016 beginnen sollten) an.

DER Touristik (ITS, Jahn Reisen, Travelix, Dertour, Meier’s Weltreisen, ADAC Reisen) erlaubt, Reisen nach Istanbul bis zum 10. Februar ohne Gebühren umzubuchen oder zu kündigen.

Studiosus bietet schon länger eine kostenlose Umbuchung von Türkei-Reisen von bis zu vier Wochen vor Reisebeginn an.

Alltours hat Ausflüge nach Istanbul aus Sicherheitsgründen schon seit 4 Wochen nicht mehr durchgeführt.

Alle betroffenen Kunden sollten umgehend den Kontakt zu ihren Reiseveranstalter aufnehmen und mit diesem die Umbuchung bzw. Stornierung ihrer geplanten Istanbul-Reise besprechen.

Auswirkungen auf den Sommer 2016

Für den kommenden Sommer kann man wohl bereits jetzt davon ausgehen, daß viele geplante Türkei-Reisen nun doch nicht gebucht werden. Das bedeutet, daß diese Urlauber nun nach anderen, bisher sicheren Urlaubsorten suchen werden. Dies werden sicherlich hauptsächlich Mallorca, das spanische Festland, die Kanaren (trotz vermehrter Haiattacken), Italien und die Adria-Küste sein. Auch deutsche Reiseziele werden im Sommerurlaub 2016 garantiert verstärkt nachgefragt werden. In allen diesen Urlaubsgebieten wird es deshalb in diesem Jahr besonders eng werden, wenn man unbedingt zur Haupturlaubszeit verreisen will oder muß.

Im Jahr 2016 wird das frühe Buchen der Urlaubsunterkunft daher besonders wichtig sein. Die gerade laufenden Frühbucher-Angebote der Reiseveranstalter sollte man deshalb intensiv nutzen. Wer erst kurzfristig vor Urlaubsbeginn buchen will, könnte in diesem Sommer leer ausgehen.


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