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Wenn Kinder wegen einer Verspätung ausrasten

So macht die Bahn auf ihre „Streckenagent“ App aufmerksam.

Die Bahn hat wohlweislich öfters mal Probleme mit ihrem Produkt. Da funktionieren Klimaanlagen nur, wenn sie nicht gebraucht werden. Da fahren Züge in entgegengesetzter Wagenreihung oder sind verkürzt, weswegen einzelne Wagen im Zug nicht vorhanden sind und somit die Reservierung flöten geht. Da werden notwendige Baumaßnahmen erst kurz vorher angekündigt. Da verspäten sich Züge weit über die berühmt-berüchtigten 10 Minuten hinaus oder fallen gleich ganz aus, weswegen der letztmögliche Anschlußzug nicht mehr erreicht werden kann.

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Fehler im System

Diese Reihe ließe sich sicherlich noch lange fortsetzen. Fakt ist, es hakt öfters mal im System, was allerdings allein schon aufgrund der Größe des Schienennetzes und der Masse der Passagiere, die tagtäglich quer durch Land transportiert werden, eigentlich niemand verwundern dürfte. Klemmt es an einer Stelle im System, kann sich dieser Fehler quer durch das ganze Netz ziehen und sich im Lauf des Tages potenzieren. Insofern kann man sich eigentlich froh sein, wie „wenig“ Probleme es mit der Bahn gibt.

Die Bahn weiß selbst am besten, wo es bei ihr noch hakt und wo Besserungsbedarf besteht. Mit dem neuen Digitalen Bauen will man z.B. künftig dafür sorgen, daß Baumaßnahmen schneller und besser über die Bühne gehen. Und mit neuem Wagenmaterial und besserer Ausstattung in den Zügen will man für mehr Komfort an Bord sorgen.

Werbung für App

Wenn man also weiß, daß man selbst nicht ganz perfekt ist, sollte man es bei der Kundenansprache eigentlich tunlichst unterlassen, Fehler bei ebendiesen Kunden zu suchen. Die Werbung für die Bahn-App „Streckenagent“ der DB-Regio in Bayern macht jedoch genau dies.

DEUTSCHE BAHN – STRECKENAGENT from Stephan Hilpert on Vimeo.

Jeder kennt das „Problem“ mit quengelig werden Kindern, weil ihnen irgendwas nicht schnell genug geht. Nur wer keine Kinder hat, kann darüber lachen. Wenn die Kinder allerdings ausrasten, weil der Zug mal wieder Verspätung hat, dann sollte man nicht auf den Eltern herumhacken.

Nicht die Eltern sind das Problem, weil diese zu doof sind, die Bahn-App zu benutzen, sondern der verspätete Zug ist der Grund für den Ausraster des Nachwuchses. Würde der Zug pünktlich fahren, hätte niemand ein Problem. Diese Art der Kundenansprache sollte sich die Bahn deshalb noch einmal gut überlegen.


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