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Ist das Reisejahr 2020 bereits gelaufen?

Die Coronakrise macht einen dicken Strich durch viele Reisepläne.

In wenigen Tagen sollten in den ersten Bundesländern die Osterferien starten. Dann wären die Airports wieder überfüllt gewesen, ebenso die Bahnhöfe und Autobahnen. Die Reisen von Millionen Menschen in den Osterferien hätten – wie jedes Jahr – die erste große Reisewelle des Jahres ausgelöst.

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Doch das Jahr 2020 ist nicht wie jedes Jahr. Dieses Jahr wird in die Geschichtsbücher als das Jahr der großen Krise eingehen. Und das ohne großen Weltkrieg, einfach nur wegen eines äußerst infektiösen Virus, das von China aus die ganze Welt angesteckt hat und viele Tote und noch mehr Erkrankte gesorgt hat.
Und das Jahr 2020 wird als einziges wirtschaftliches Desaster Eingang in die Geschichtsbücher finden. Zum heutigen Zeitpunkt ist noch gar nicht abzusehen, wie viele Unternehmen das Jahr nicht überstehen werden und wie viele Arbeitsplätze letztlich der Coronakrise zum opfer fallen werden.

Osterurlaub gestrichen

Natürlich hat all das auch einen Großen Einfluss auf die Reisebranche. Die geplanten Reisen in den Osterferien werden definitiv nicht stattfinden können, so viel steht zumindest bereits heute fest. Die Ausgangs- bzw. Kontaktsperren, die alle Bundesländer verhängt haben, werden über die Ostertage hinaus gelten. Touristische Aktivitäten innerhalb von Deutschland sind damit unmöglich. Zudem hat das Auswärtige Amt seine weltweite Reisewarnung nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland bis mindestens Ende April herausgegeben.

Damit sind sämtliche Reise und touristische Unternehmungen bis zu diesem Zeitpunkt erledigt, und eine Verlängerung dieser Reisewarnung ist nicht ausgeschlossen. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass alle für Ostern gebuchte und bezahlte Reisen kostenfrei storniert werden können. Aber das sollten die Reiseunternehmen auch schon von sich aus getan haben oder noch tun.

Wunderschöne Natur auf Mallorca | © Bilderrampe.de

Wunderschöne Natur auf Mallorca | © Bilderrampe.de

Reisejahr 2020

Was bedeutet die Coronakrise für das weitere Reisejahr 2020? Muss auch der Sommerurlaub gecancelt werden?

All diese Fragen kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand beantworten. Alles hängt davon ab, ob, wann, wie und wie schnell das Coronavirus hierzulande bekämpft werden kann. Und bei einer geplanten Reise ins Ausland natürlich auch davon, wie schnell das gewünschte Reiseland die Coronakrise überwinden kann.

Ist das Virus dann in einer hoffentlich nicht allzu fernen Zeit endgültig besiegt, gilt es zunächst erst einmal die Scherben wegzufegen und zu schauen, was von den Unternehmen, Dienstleistern und Reiseveranstaltern übrig geblieben ist und in welchem Zustand sie die Krise überlebt haben. Niemand kann Stand heute sagen, welches Hotel am Jahresende beispielsweise auf Mallorca noch für die Urlauber da sein kann und wird. Man muss leider von einer großen Anzahl von Unternehmenspleiten ausgehen, auch in der Tourismusbranche in allen Ländern.

Sollte man jetzt den Sommerurlaub stornieren?

Davon kann man nur abraten. Zwar haben im Moment fast sämtliche Reiseunternehmen ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder zumindest massiv reduziert, das gilt für Hotels, Reiseveranstalter, Kreuzfahrtreedereien, Fluggesellschaften, Fernbuslinien usw. usf., doch das ist nur eine Art Dornröschenschlaf. Jederzeit kann der Betrieb wieder hochgefahren werden und der Tourismus wieder fast wie vor der Krise stattfinden. Immer vorausgesetzt, die Krise dauert nicht allzu lange und die staatlichen Hilfen kommen an und sichern so das nackte Überlebenden vieler Unternehmen der Reisebranche.

Alle Reisen, die erst in einigen Monaten stattfinden sollen, sollte man deshalb jetzt nicht voreilig stornieren. Da die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bislang nur bis Ende April geht, würde man sonst Stornogebühren zahlen müssen.

Stattdessen besser die aktuelle Lage hierzulande und im jeweiligen Reiseland beobachten und dann kurzfristig entscheiden, ob und wie man die gebuchte Reise antreten möchte oder man stattdessen lieber auf ein anderes Reiseziel umbuchen möchte.

Sollte bis dahin der Reiseveranstalter in die Insolvenz gehen müssen, sind zumindest die Kunden, die eine Pauschalreise gebucht haben, einigermaßen fein raus. Die Insolvenzversicherung sollte dann dafür sorgen, dass die Kunden ihren Reisepreis zurück bekommen. Dass dies nicht immer funktioniert, hat leider die Insolvenz von Thomas Cook jüngst bewiesen.

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"Liebst du dein Kind? So schicke es auf Reisen." (Chinesisches Sprichwort)