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Warum du als Air Berlin Passagier jetzt starke Nerven brauchst.

Air Berlin nervt die eigenen Kunden derzeit verstärkt mit Ausfällen und Verspätungen.

Das Schicksal der nach der Lufthansa ehemals zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin hängt am seidenen Faden. Seit Jahren werden nur immer wieder neue Schulden produziert und bei Hauptaktionär Etihad sitzt das Portemonnaie längst nicht mehr so locker wie früher. Die geplante Auslagerung der Konzerntochter Niki in eine eigene Ferienfluggesellschaft zusammen mit TUIfly scheint nun offenbar nicht mehr zu kommen und das Geld wird knapp. In der vergangenen Woche beantragte die Airline offiziell eine Prüfung der Übernahme von staatlichen Bürgschaften durch die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen für die Airline.

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Alles andere als ruhige Zeiten bei Air Berlin also, und die Passagiere dürfen dies ausbaden.

Verspätungen & Flugausfälle

Da kommen die jüngsten Probleme zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Gerade jetzt kommt es immer häufiger zu Flugverspätungen und Flugausfällen. Allein im laufenden Monat Juni gab es jeden Tag im Durchschnitt 24 Problemflüge, das sind Flüge mit einer Verspätung von über drei Stunden oder gleich mit einem kompletten Ausfall. In den Monaten Januar bis Mai waren es durchschnittlich „nur“ 18 Problemflüge pro Tag.

Der bisherige traurige Rekord wurde gleich am 01. Juni hingelegt. An diesem Tag waren exakt 47 Air Berlin Flüge problematisch, 44 mal wurde annulliert, 3 Flüge waren verspätet. Insgesamt fielen seit dem 26. März 2017 – dem Beginn des Sommerflugplanes – unglaubliche 1.541 Flüge bei Air Berlin aus.

Flugzeug von Air Berlin

Flugzeug von Air Berlin

Passagiere brauchen starke Nerven

Für die Air Berlin Passagiere bedeutet dies eine grundlegende Verschlechterung des angebotenen Produkts. Und nichts deutet derzeit daraufhin, daß es in absehbarer Zeit besser werden könnte. Ein wenig regiert bereits das Chaos bei Air Berlin.

Die verlautbarte Versicherung „Die Tickets sind sicher“ mit der die Unternehmensführung die Kunden beruhigen will, erreicht jedoch eher das Gegenteil. Wenn eine Airline sich bemüßigt sieht, darauf hinzuweisen, daß die bereits verkauften Tickets sicher seien, dann sollte das bei den Kunden die Alarmleuchten aufleuchten lassen. Da kann auch das Statement von Air Berlin-Vertriebsvorstand Götz Ahmelmann, der einer Zeitung versicherte, daß „sich fundamental nichts geändert habe und daß die Buchungszahlen stabil und die Flugzeuge gut gefüllt seien“, nichts daran ändern.

Die nächsten Wochen werden das Schicksal von Air Berlin entscheiden, so oder so. Entweder gelingt der finanzielle Durchbruch oder die Lichter gehen endgültig aus. Als Kunde sollte man besser immer aktuell über den Status des eigenen Fluges informiert sein, wenn man keine unliebsamen Überraschungen am Airport erleben will.

Entschädigungen

Warst du von den Verspätungen oder Flugstreichungen bei Air Berlin betroffen? Dann solltest du unbedingt deine Ansprüche prüfen lassen*, die eventuell gegen die Fluggesellschaft bestehen. Sollte beispielsweise die Verspätung mehr als zwei Stunden betragen haben, was bei den sogenannten Problemflügen ja regelmäßig der Fall ist, dann stehen dir laut EU-Verordnung eine Entschädigung von 250 bis zu 600 Euro (abhängig von der Flugstrecke) zu, die die Fluggesellschaft dir zahlen muß.

Prüfe deine Ansprüche gegen die Airline!*

Spezielle Agenturen helfen dir dabei, deine Ansprüche gegen die Airline durchzusetzen. Die lassen sich nicht abwimmeln, setzen dein Recht zur Not auch juristisch durch und zahlen mußt du dafür nur im Erfolgsfall. Das nennt man Win-Win-Situation.


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